Ein Hilferuf aus Uganda veranlasste SALEM-Gründer Gottfried Müller 1980 gemeinsam mit Horst von Heyer in das total zerrüttete, vom Krieg zerstörte Land zu reisen, um festzustellen, wie geholfen werden kann. Einfach nur Geld zu geben, war nicht die Art von Gottfried Müller. Seine Devise lautete: Wenn Hilfe, dann nachhaltig.

Vom ausgebombten Ministerium in der Hauptstadt Kampala fuhren die beiden durch das Land, um herauszufinden, wo man beginnen könnte. Eine endlose Fahrt – Stunden um Stunden, denn schneller als 25 bis 30 Stundenkilometer konnte man nicht fahren.

Da, wo nichts wächst
Gegen Abend war man in Mbale und dann in Nakaloke. Ein ödes Gebiet: halbhoher Busch und ein großer Baum (unter dem dann die erste ambulante Krankenhilfe stattfand) – das war’s. Man besichtigte, überlegte: ja oder nein? Da sah Horst von Heyer einen alten, zerfallenen Brunnen. Das gab den Ausschlag, hier anzufangen. Zum Beginnen braucht man Menschen, die in ein Gebiet gehen, wo es nichts mehr gab. Und natürlich Geld.

„Mit Gottes Hilfe, lasst uns beginnen!“
Wer Gottfried Müller kannte, weiß, dass es für ihn kein „unmöglich“ gab. „Mit Gottes Hilfe, lasst uns beginnen!“ Das war sein Glaube. Sein Plan war, schleunigst den Kindern und schwangeren Frauen Lebensmittel zu bringen und für Wasser zu sorgen – zudem ärztliche Hilfe. Da es im Land nichts mehr gab, wurden in Stadtsteinach/Deutschland insgesamt 15 Container mit Hilfsgütern jeglicher Art beladen und auf dem See- und dann Landweg zum Einsatzort gebracht. Alles war sehr mühselig, aufwändig und äußerst strapaziös – und dazu noch gefährlich. Durch die bittere Armut gab es viel Kriminalität.

Ein Land ohne Zukunft?
Bei meinem ersten Besuch und Aufenthalt im ugandischen SALEM war ein Zelt unsere Behausung, zusammen mit Fröschen und Schlangen. Geduscht wurde mithilfe einer Gießkanne. Das Wasser musste noch 18 Kilometer (!) weit hergeholt werden. Zum „Häuschen“ – ohne Herz – musste man in die Prärie. Zu essen hatte man das, was man von zuhause mitgebracht beziehungsweise von Kenia hereingeschmuggelt hatte. Das Land war so weit unten, dass es für die Bevölkerung buchstäblich nichts mehr gab. Die Kleidung bestand aus mit Fäden verbundenen Löchern. Säuglinge wurden ausgesetzt, weil die Mütter ihre Kinder nicht mehr ernähren konnten. Die Menschen wurden apathisch, starben oder saßen und warteten.

Bildung ist das A und O
Und siehe, es hat sich gelohnt! In mehr als 30 Jahren ist SALEM-Uganda nach und nach zu dem geworden, was es heute darstellt: eine blühende Oase und einen Ort der Hoffnung für viele. Damals waren es die Kriegswirren nach Idi Amin und Milton Obote, die die Hungersnot über das Land brachten. Und heute? Gegen Naturkatastrophen sind wir machtlos, aber wir können helfen, den Menschen zu Bildung zu verhelfen und sie so in die Lage versetzen, selbst Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.

Helfen Sie mit? Herzlichen Dank!

Ursula Müller

Möchten Sie etwas darüber erfahren, wie SALEM begann, in Uganda aus dem Nichts eine Oase des Friedens und der Hoffnung für viele zu schaffen? Gehen Sie mit uns auf eine Reise in die Vergangenheit und erleben Sie in einer kleinen Bildershow, wie SALEM-Uganda sich stetig weiterentwickelt hat (und dies noch heute tut) …

Informationen zu den gegenwärtigen Aktivitäten finden Sie auf der Projektseite von SALEM-Uganda.



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